Junge Person mit langen, rotbraunen Haaren wirft in lebendiger Geste den Kopf nach hinten

Begegne deinen Emotionen - für mehr Lebendigkeit

ZOYA in drei Dimensionen • Teil 1 / 3
by Anna
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Im Feuer

Du fährst deine Krallen aus, um dich mit deinen riesigen, kräftigen Pranken zu verteidigen. Deine Wut lodert in dir. Ein nicht enden wollendes Feuer. Du könntest alles zur Strecke bringen, die ganze Welt. Und wenn du dafür verbrennst.

Du fauchst und hältst überrascht inne.

Du verbrennst nicht. Nicht dich und nicht die Welt. Du fauchst noch einmal. Was so übermächtig erschien, wird immer kleiner. Deine Wut zerstört nicht, sie stärkt dich und trägt dich. Aus der Ohnmacht hinaus, ins Leben hinein.

Und du bist immer noch da. Die Flammen ziehen sich zurück. Du atmest aus.


In der Luft

Ein kräftiger Luftstoß trägt dich hoch und dein Herz macht vor lauter Glück einen großen Sprung. Du lächelst und spürst wie deine Freude aus dir heraus in die Welt strahlt.

Du nimmst Anlauf und kannst es selbst kaum glauben: Das Hindernis liegt hinter dir. So weit bist du noch nie gesprungen.

Kannst du dir vertrauen?

Du versuchst es gleich noch einmal und bist weit oben in der Luft. Du leuchtest und breitest deine Flügel aus.

Deine Freude trägt dich sicher in funkelnde neue Welten. Dein Herz ist offen und dein Blick weit.

Im Wasser

Das Meer in dir erscheint unendlich. Du siehst keinen Horizont und dunkle Wolken verdichten sich am Himmel. Du kannst dich nirgends festhalten. Vergeblich versuchst du, den Wellen zu widerstehen.

Du gibst auf und lässt dich ohne Hoffnung ins Wasser sinken. Das Meer hat gewonnen, der Kampf ist vorbei.

Doch was passiert, hast du nicht erwartet.

Du wirst ganz weich und durchlässig, salzige Tränen fließen in Strömen. Das Meerwasser spült durch dich hindurch, mit jeder Welle etwas mehr.

Doch du gehst nicht unter. Du lässt dich noch ein wenig mehr fallen. Immer noch nicht.

Langsam, ganz langsam spürst du Boden unter dir. Die Tränen versiegen. Das Meer hat dich ans Ufer gespült. Du legst dich in den warmen Sand. Etwas hat sich verändert. Es ist heller. Und du bist ruhig und klar.


Auf der Erde

Deine Kehle ist zugeschnürt, dein Herz klopft in deiner Brust, laut wie Paukenschläge. Es ist zu groß. Es überwältigt dich. Deine Gedanken scheinen langsamer und zäher zu werden.

Du möchtest weglaufen, doch deine Füße sind angewurzelt. Dein Atem ist flach. Du bist allein und niemand hilft dir.

Du bist deiner Angst ausgeliefert. Es kommt näher, du kannst dich nicht verstecken. Es geht nicht mehr. Du traust dich nicht hinzusehen. Es ist viel zu groß.

Du schaffst es, einen Arm etwas zu heben. Und den anderen. Du umschließt dich selbst mit deinen Armen. Du kauerst dich zusammen, in dich hinein. Du bemerkst die Stille um dich.

Du hörst nur noch deinem Atem zu. Ein. Aus. Ein. Aus. Ein. Aus.

Einen vorsichtigen Blick riskieren. Du lugst durch einen schmalen Spalt zwischen deinen Armen. Ein. Aus. Du traust deinen Augen nicht.

Es scheint anders, als du es dir vorgestellt hast. Nochmal ein Blick. Es scheint viel kleiner. Und irgendwie auch gar nicht so furchtbar. Vorsichtig lässt du deine Arme sinken. Du zitterst.

Dein Atem wird tiefer und ruhiger. Du kannst deinen Körper wieder etwas spüren. Und du kannst sogar deine Füße bewegen. Langsam machst du einen Schritt nach vorne.

Was dich gerade noch so bedroht hat, scheint jetzt klein. Mutig traust du dich noch einen Schritt näher. Vielleicht kannst du es sogar von allen Seiten betrachten. Du probierst es. Es fühlt sich gar nicht so gefährlich an. Du atmest aus.

Es ist vorbei. Es ist in Ordnung.

 

Nachdenkliche junge Frau in blauem Strickpullover steht vor grünen Bäumen und leicht wolkigem Himmel

Es könnte so schön sein...

Emotionen gehören zu deinem Leben. Sie sind für dich da, sie sorgen für dich und nehmen dich in Schutz. Sie zeigen dir, wie viel Energie in dir steckt.

Sie laden dich ein, deine Lebendigkeit zu genießen und dich noch mehr zu spüren. Sie machen dein Leben bunt und abwechslungsreich.

So weit, so wunderbar...heißt du deine Emotionen mit offenen Armen willkommen?

...ist es aber nicht.

Eher nicht? Du wünscht dir statt dessen weniger davon? Oder fühlst du sie gar nicht mehr?

Damit bist du nicht alleine. Unser Alltag und unsere Kultur ist nicht auf Durchlässigkeit ausgerichtet. Hart gilt als stark. So lassen wir es zu, dass Emotionen mit Leistungsdruck und Härte zerdrückt werden.

Besser hat man sich im Griff. Und macht sich taub. Kennst du das?

Das bedeutet, den frei fließenden Fluss an Emotionen, mit seinen unzähligen, völlig verschiedenen Mäandern, in ein Bett aus Beton zu leiten. Ein solches Flussbett ist nicht besonders flexibel und anpassungsfähig.

Das Leben allerdings ist nicht gradlinig und gleichförmig.

Probleme entstehen. Der Pegel steigt, der Fluss läuft über, der Beton bricht, die innere Landschaft wird überflutet. Du verlierst den Boden unter den Füßen.

Aufmerksames braunes Augen von junger Frau mit Sommerprossen mit Blätterranken

Emotionen in unserer Arbeit

In unserer gemeinsamen Arbeit untersuchen wir, wie es möglich sein kann, stark und gleichzeitig durchlässig zu sein.

  • Wie kannst du Emotionen spüren?
  • Wie kannst du sie alle willkommen heißen?
  • Wie kannst du dich hingeben ohne dich aufzugeben?
  • Und wie funktioniert das, ohne dass sie dich überwältigen?
  • Wie kannst du dich lebendig sein lassen?

Wir erforschen, was für dich nötig ist, um nicht auszubrennen, sicher zu fliegen, dich tragen lassen zu dürfen und deinen Blick zu öffnen. Damit du den Griff lockern und Betoniertes loslassen kannst.

Lebendiger Genuss wartet auf dich.


Was sind deine Gedanken und Erfahrungen? Schreibe gerne einen Kommentar – ich freue mich darauf, dir zu antworten!

Wenn du mit mir arbeiten magst, stöbere gerne in meinen Angeboten. Mit einer Nachricht erreichst du mich persönlich.

Lass uns leben,

Deine Anna