Spirituell – Frau sitzt in Café mit Cappuccino-Tasse am Tisch

Spiritualität im Alltag – spirituell leben lernen

ZOYA und die Spiritualität • Teil 3 / 4
by Anna
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Inhaltsverzeichnis

Lebst du deine Spiritualität?

Warum leben wir unsere Spiritualität nicht aus? Zwei Gründe begegnen mir besonders oft:

  1. Spirituelle Erlebnisse stimmen nicht mit deinem Weltbild überein – oder mit dem deines Umfeldes.
  2. Was du auch machst – nichts passt so richtig zu deiner Art von Spiritualität.

Kennst du das von dir?

Im ersten Fall behalten wir spirituelle Erfahrungen eher für uns – oder wir verbieten sie uns selbst. Im zweiten Fall versuchen wir tendenziell unsere Art von Spiritualität der anderer Personen anzugleichen.

Auf diese speziellen Varianten gehe ich jetzt genauer ein. Sollten deine spirituellen Hürden andere sein, schreib mir gerne in die Kommentare, was dich abhält!

Spirituelle Erfahrungen versus Wissenschaft

Mit welchen Personen in deinem Leben redest du über ein spirituelles Erlebnis und bezeichnest es auch so? Für viele von uns, gibt es nur wenige, mit denen sie solche Erfahrungen teilen.

Niemand möchte schief angesehen werden. Darum entscheidest vielleicht auch du dich manchmal auszublenden, was du wahrnimmst und erlebst. Das kann sogar zur Gewohnheit werden. Und was du nicht erklären kannst, gibt es irgendwann nicht mehr.

Unsere Kultur legt Wert auf analytisch-logisches Denken. Damit setzt sie auch die Prämisse, mit naturwissenschaftlichen Instrumenten alles erfassen zu können, was wir erfahren.

Was passiert mit den Erlebnissen, die sich nicht erfassen lassen?

Wissenschaft ist immer nur so weit, wie sie gerade ist – von verwendeten Messinstrumenten bis zur Fragestellung. In 100 Jahren wird unser Kenntnisstand ein anderer sein. Deswegen ist Wissenschaft zwar nicht weniger wert, aber auch nicht mehr.

Ja, Skepsis ist sehr angebracht. Ich finde, wir sollten unbedingt prüfen, was wir glauben! Aber bitte nicht automatisc_ Erlebnisse verbieten, die nicht naturwissenschaftlichen Erklärungen genügen. Das nimmt uns die Kreativität, Dinge anders zu betrachten. Und die Möglichkeit, Sinn für unser Leben zu gestalten.

Spiritualität kann Wissenschaft bestens ergänzen!

Spirituell – Streetart, türkis-blaues Auge mit verschiedenen gespiegelten Motiven

Spirituelle Szenen versus Lebendigkeit

Vielleicht ist das bei dir aber ganz anders. Du bist umgeben von Menschen, die sogar sehr viel mit Spiritualität zu tun haben. Sie sind tief verwurzelt in bestimmten spirituellen Praxen, in Glaubensgemeinschaften oder der weitläufigen „Spiriszene“.

Wenn du dich dort ebenso gut aufgehoben fühlst, wie dein Umfeld, wunderbar. Bleib dabei! Vielleicht aber auch nicht:

  1. Vielleicht haderst du immer wieder damit, zu glauben, was andere um dich herum glauben.
    Weil dir ganz klare, tiefe, überzeugende Erfahrungen damit fehlen. Vielleicht erlebst du spirituell – es passt aber nur wenig mit dem zusammen, was du um dich herum wiederfindest. Oder du willst es nicht auf die Weise erklären, die dir angeboten wird, z. B. mit bösen Energien, Gottes Wille oder selbstgemachter Manifestation.
  2. Vielleicht fühlst du dich zwar in einer angenehmen Weise bestätigt oder angesprochen. Aber dein Leben wird irgendwie komisch.
    Was du tust, führt dich von einem lebendigen, geerdeten, freien Leben weg. Vielleicht kannst du alltägliche Dinge nicht mehr gut bewältigen, verharrst tagelang in merkwürdigen „Zwischenzuständen“ oder dir geht der Anschluß an andere Menschen verloren. Dir kommen manchmal Zweifel, aber du schiebst sie zur Seite.
  3. Vielleicht hast du unangenehme Erlebnisse, die du nicht einordnen kannst bzw. die dich überwältigen.
    Z. B. Angstzustände während oder nach Mediationen, aber kein Gegenüber mit dem du in hilfreicher Weise darüber sprechen kannst. Oder auch Erfahrungen, die dich z. B. stark beschämen, die du aber angeblich aushalten musst.

Die Spiriszene ist sehr vielfältig und auch in vielen Teilen sehr wertvoll. Leider ist sie aber auch ein Abbild unserer Gesellschaft und unterliegt zu sehr großen Teilen Dogma und kollektiver Traumatisierung. Solche Mechanismen können dich stark einschränken und genau dahin führen, wovon du eigentlich wegwolltest: in innere und äußere Sackgassen. Dann tauscht du das eine Übel gegen das andere – Freiheit ist das nicht.

Die Kunst ist und bleibt also, deinen eigenen spirituellen Weg zu finden und zu gehen.

Wie gelingt das?

Ausprobieren. Mit offenen Augen und Eigensinn.

Spirituell – Frau mit Rucksack geht forschend durch grünen Wald und Wiese

Spirituell leben lernen

Spirituelles Spielen

Was zieht dich an? Was wolltest du schon lange einmal ausprobieren? Hier mal ein paar Beispiele:

  • singen
  • Tarotkarten legen
  • Kundaliniyoga üben
  • Tagebuch schreiben
  • intuitiv tanzen
  • meditieren
  • einen Garten anlegen

Kennst du alles schon? Dann bist du ja schon mittendrin im Spielen. Was machst du gerne? Was hast du für Erfahrungen? Erzähle gerne in den Kommentaren davon!

Vieles wird dir nicht gefallen, manches nur vorübergehend und einiges wird bleiben. Es geht dabei nicht darum, durch eine wahre Methode zur Erleuchtung zu finden. Spiritualität kann sowieso immer und überall erlebt werden.

Wozu also solche Sachen ausprobieren? Wenn du anfängst, mit deinen Möglichkeiten zu spielen, spürst du deine innere Freiheit stärker. Damit kannst du deinen eigenen echten Zugang zu deinem Sein und Erleben finden. Und das ist deine spirituelle Kraft.

Typische Erfahrungen beim Ausprobieren

Gut, du genießt also deine spielerische Freiheit, aber was dann?

Ein Beispiel: du nimmst an einer Kakaozeremonie teil. Der Kakao: naja, irgendwie herb, nicht so lecker. Das Mantra-Singen: schön, ein bisschen lang. Und dann hat die Frau neben dir ständig gestöhnt?! Die Sharing-Runde: du weißt nicht, was du sagen sollst, und sagst dann, wie die anderen, was von „ging total tief“. Zu Hause: du bist aufgekratzt und schläfst schlecht.

Ein anderes Beispiel: du nimmst an einer Meditation teil. Die Stimme des Anleitenden ist super angenehm. Die Leute sind ruhig und zentriert. Erstmal gut. Mitten in der Meditation spürst du eine extreme Unruhe. „Sitzen bleiben, egal was passiert“, war aber die Anweisung. Aus der Unruhe wird Angst. Aber du lässt die Augen geschlossen und bleibst sitzen. Dann wird die Angst weniger. Dafür fühlst du dich allerdings weit entfernt von allem und ein bisschen taub. Aber das dauert ja auch, bis man sich daran gewöhnt, denkst du dir. In den Tagen danach geht es dir nicht so gut.

Würdest du es wieder machen? Warum ja, warum nein?

Spirituell – Person sitzt im Schneidersitz mit Klangschale in der Hand

Auf dich aufpassen beim spirituellen Spielen

Woher weißt du, was der passende spirituelle Weg ist?

Es gibt zwei Fragen, die du dir dafür stellen kannst:

  1. Lässt mich das, was ich da mache, mehr Lebendigkeit spüren und zwar ganz konkret in meinem Körper?
  2. Und fühle ich mich darin tief verwurzelt, mit beiden Füßen auf der Erde?

Sollte das nicht der Fall sein, mach mal eine Pause. Kümmere dich gut um deinen Körper, iss genug, erde dich mit allem, was dir gut tut! Sprich mit Menschen darüber, die dich schätzen und nicht mit Ratschlägen überschütten. Und wenn du dich wieder wohler und geerdet fühlst, sieh dir nochmal an, ob du diesen Weg so weitergehen möchtest.

Noch kurz zu In den obigen Beispielen: Du selbst entscheidest, was für dich passend ist.

  • Wenn dir purer Kakao nicht schmeckt, musst du ihn nicht trinken.
  • Wenn dir etwas zu lang ist, kannst du den Raum eine Weile verlassen.
  • Wenn alle sagen, es war wunderbar, kannst du trotzdem eine andere Meinung äußern.
  • Wenn du spürst, dass die Augen zu öffnen und aufzustehen, jetzt genau das richtige für dich ist – dann tu das.

Zum Ausprobieren gehört, dass sich etwas ungewohnt und manchmal auch nicht sofort angenehm anfühlt. Aber es sollte innerhalb deiner Komfortzone stattfinden. Du machst das nur für dich, auf deine eigene Weise!

Und ja, ich weiß, es ist oft eine Herausforderung auf der eigenen Seite zu stehen. Aber es nicht zu tun, raubt dir deine Lebendigkeit – das ist ein zu hoher Preis.

Wie gefährlich ist Spiritualität?

Du kannst dir von herbem Kakao das Herz öffnen lassen und trotzdem seriös ein Unternehmen leiten. Du kannst Tarotkarten ziehen, dich von geheimnisvollen Motiven berühren lassen – und trotzdem dein Leben verantwortungsvoll gestalten. Du kannst auch schwimmen gehen und eine außerordentliche Verbundenheit mit dem Ozean spüren…

Potenziell gefährlich wird jedes Experiment erst dann, wenn du den Boden unter den Füßen verlierst. Und das merkst du, wenn du dich und deine Umgebung aufmerksam beobachtest:

  • Fühlt es sich in mir eng oder weit an?
  • Wie geht es mir?
  • Wie geht es anderen Lebewesen um mich?
  • Wird mir mein Eigensinn zugestanden oder versucht man mir einzureden, was das Beste für mich ist? Nur Settings, die dir erlauben, dich gut um dich zu kümmern, sind angemessen!

Nicht jedes spirituelle Erlebnis ist angenehm. Es ist an dir, dich vorsichtig heranzutasten.

Oder es auch einfach zu lassen.

Spirituell leben – Frau mit schwarz-weißem Kleid lehnt auf großem Stein

Nochmal: Spiritualität bleibt individuelles Erleben! Weil jemand Engel an seiner Seite wahrnimmt, musst du das nicht. Und wenn alle auf Yoga schwören, heißt das nicht, dass es für dich geeignet ist.

Wir müssen gar nichts.

Aber erlauben wir uns wieder, neugierig zu sein auf etwas, dass wir nicht kennen und nicht erklären können.

Und nochwas: es ist anspruchsvoll mit sich und der Welt sorgsam und neugierig umzugehen. Wir können lernen, Bewusstseinszustände auf unsere Weise in unserem Tempo zu verändern. Es ist ein feiner, wundervoller Prozess von Selbsterfahrung – psychoaktive und / oder giftige Substanzen sind keine Voraussetzung um innere Magie zu entdecken. Pass auf dich auf!

Deine spirituelle Praxis entwickeln

Hast du schon etwas gefunden hast, dass dich inspiriert und sich unbeschreiblich für dich anfühlt? Dann genieße das täglich. Es ist deine spirituelle Praxis!

Das öffnet dir einen inneren Raum, der dich empfänglich für spirituelles Erleben macht. Je regelmäßiger du diesen Raum betrittst, desto mehr wird Spiritualität zu einem bewussten Teil deines Lebens.

Fangen wir an zu spielen!

Wenn du dir ein Gegenüber auf deinem Weg wünschst – vereinbare gerne einen Termin mit mir!

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Deine Anna