Spirituell – Frau sitzt auf der Außenkante eines Pools hoch über dem Meer

Wie Spiritualität dein Leben bereichert

ZOYA und die Spiritualität • Teil 4 / 4
by Anna
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Inhaltsverzeichnis

Spirituelle Erfahrungen und spirituelle Krisen

Spirituelle Erfahrungen erweitern den Horizont. Sie eröffnen mehr Möglichkeiten, zu denken, fühlen und handeln. Sie bieten die Chance neue Zusammenhänge zu entdecken.

Klingt super, spirituelles Erleben macht dann automatisch glücklich und zufrieden?

Nein! Es schenkt uns Erkenntnisse und transzendente Erfahrungen, aber das macht nicht unbedingt Freude… davor kommen oft spirituelle Krisen:

Entscheidend ist, auf welchen Boden diese Erfahrungen in uns fallen. Spiritualität entfaltet sich erst an der Kante unseres scheinbar sicheren Wissens. Sobald unser Erleben Gewohntes (und allgemein Akzeptiertes) infrage stellt, wird es anspruchsvoll. Die neue innere Freiheit kann sehr verunsichern und der Umgang mit ihr will gelernt werden.

Gerade weil Spiritualität so viel mit Spüren zu tun hat, werden wir mit unseren Emotionen konfrontiert. Ganz besonders mit Angst. Die Suche nach mehr Tiefe und Glück kann uns in die dunkelsten Täler führen. Dafür brauchen wir vor allem Halt in uns, Sicherheit und Begleitung vertrauenswürdiger Menschen.

Es ist wichtig, dass wir prüfen, wem und was wir uns auf dem Weg unserer spirituellen Erfahrungen anvertrauen. Und das wir Anhaltspunkte haben, was uns helfen kann, wenn wir uns verloren fühlen. Tut dir gut, was du tust?

Solltest du sehr problematische Erfahrungen gemacht haben, suche dir bitte professionelle Hilfe!

So unterstützt dich Spiritualität

Haben wir unsere dunklen Täler durchschritten, kann uns spirituelles Erleben genau dort unterstützen, wo sie uns verunsichert: z. B. finden wir (s. Quelle 1.):

  • einfacher Sinn in unserem Inneren,
  • tiefere Beziehungen und
  • mehr Orientierung im Leben.

Sehen wir uns das genauer an:

Spirituell – Frau mit rotem, wehendem Tuch vor dem Gesicht, vor roten Hintergrund

Sinn finden – Erkenntnisse, die dein Leben verändern

Stell dir z. B. vor, du warst auf einem intensiven Retreat und hattest tiefe spirituelle Erfahrungen. Mit einem inneren Leuchten gehst du am Montag in dein Büro.

Plötzlich merkst du, dass das alles gar nicht zu dir passt, was du hier machst. Du fällst erst mal in eine ziemlich tiefe Krise:

  • Bin ich dafür stark genug mein Leben zu ändern?
  • Wohin soll ich gehen?
  • Wozu lebe ich überhaupt?

Sagen wir, du kündigst trotzdem deinen lukrativen Job als Manager*in. Stattdessen folgst du deinem Herzen und wirst Musiker*in – auch wenn dein Umfeld das kein bisschen nachvollziehen kann. Es ist schwierig und zäh, du zweifelst über Monate hinweg. Dennoch bereust du diese Entscheidung nicht.

Was passiert da?

Selbstbild entzerren

Im spirituellen Über-sich-hinaus-Fühlen erkennst du das Bild des eigenen Selbst. Zuerst bist du verunsichert. Hast du wirklich so lange gelebt, was gar nicht zu dir passt? Sich solchen Gedanken und entsprechenden Gefühlen zu stellen, ist extrem herausfordernd. Ja, wir hängen an unserem Selbstbild.

Werte entdecken

Nach und nach werden Veränderungen möglich: du wirst mit einer neuen Perspektive gelassener.

Dein Leben ordnet sich neu. Werte und Prioritäten werden deine eigenen. In einem großen Unternehmen eine schicke Position zu haben, entsprach vielleicht den Vorstellungen des Vaters, noch nie aber den eigenen… oder auch andersherum.

Sinn ins Innern verschieben

Das alles verschiebt die Suche nach Sinn von Außen nach Innen. Es kommt zwar Angst auf, auf den eigenen Wegen einsam zu werden. Gleichzeitig entsteht Sinn aber zunehmend aus selbst gewählten inneren Überzeugungen. Die Säulen der Beziehung zum Selbst werden stabil.

Spirituell – Frau in gestreiftem Pullover hebt einen Arm über den Kopf, Augen geschlossen

Mitgefühl entwickeln und bei dir bleiben

Verbindung in spirituellen Erfahrungen zu spüren, kann dich mitfühlender machen. Die Beziehungen zu dir selbst und anderen werden transparenter. Das eigene Verhalten oder das anderer lässt sich besser einordnen.

Z. B. vielleicht verstehst du, dass deine schlechte Laune aus deinem Bedürfnis nach Nähe stammt. Oder du erkennst, dass dein*e Partner*in verunsichert ist und Angst um eure Beziehung hat, statt kalt und unberührt.

Das kann eine neue Basis schaffen. Einen Schritt zurückzutreten wird einfacher. Und selbst wenn du zunächst in den eigenen Emotionen verheddert bleibst: vielleicht gelingt es, der anderen Person mitfühlender und damit mit mehr Respekt zu begegnen. Das heißt nicht alles gut zu finden oder eigene Grenzen zu übergehen. Es heißt aber eine gewisse Art von Güte im eigenen Blick zu finden. Das ebnet den Weg zu tieferen, nährenden Beziehungen.

Spirituell – Paar umarmt einander in der Natur

Orientierung erfahren und Schutz genießen

Du kannst dich besser orientieren und schützen. Nicht, weil du jetzt spirituellen Konzepten oder Personen folgst, die wissen, was das Beste für dich ist.

Sondern, weil du dich selbst durch neue Perspektiven klarer sehen kannst. Dich selbst mit einem weiten Bewusstsein zu beobachten, stärkt dich unvergleichlich.

Das erste Mal erkennst du z. B. subtile Gewohnheiten. Du spürst, was in deinen Tagen alles so automatisch abläuft und dir selbstverständlich erscheint. Das muss so nicht sein! Auf dieser Basis kannst du lernen, dass du wählen kannst. Ganz sicher, ob du auf deiner Seite stehst. Vielleicht sogar viel mehr, von deinem Frühstück bis zu deinem Freundeskreis.

Wenn du wählen kannst, kannst du lernen, lebendig zu leben. Ohne schiefe innere oder äußere Kompromisse, die dein Leben zu dem einer*s anderen machen.

Spiritualität ist, was du daraus machst

Spirituelle Erfahrungen können heilsam sein. Je nachdem, wie du mit ihnen umgehen kannst. Sie können dich sogar so bereichern, dass du damit Erfüllung in deinem Leben findest. Also, es könnte sich lohnen…

Für den Umgang mit deinem spirituellen Erleben empfehle ich dir jedenfalls Respekt. Ich wünsche dir, das Wissen um seine wertvolle, magische Kraft für mehr Glück. Aber auch das Wissen darum, dass Erlebnisse stark verunsichern können.

Ein sicherer, angenehmen Ort in dir und außerhalb von dir, wird dich tragen und schützen, wenn du verschiedene innere Zustände kennenlernen möchtest. Dein Wohlbefinden steht an erster Stelle, es ist dein Leben!

Wünscht du dir ein Gegenüber auf deinem Weg? Vereinbare gerne einen Termin mit mir, ich freue mich auf dich!

Welchen Erfahrungen hattest du mit Spiritualität? Unterstützt sie dich? Und findest du dein Erleben hier wieder?

Quelle

Hänsel, Markus: Die spirituelle Dimension als sinnstiftender Möglichkeitsraum im Coaching, 2012.

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Warum Spiritualität im Coaching wichtig ist, liest du in Teil 1 dieser Serie. Was ist diese Spiritualität überhaupt? Das liest du in Teil 2. Und in Teil 3 geht es darum, wie du deine Spiritualität befreist.

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Lass uns leben,

Deine Anna