Spiritualiät – Frau mit Glitzer im Gesicht hält Hände unter das Kinn, sie ist pink und lila angestahlt

Was ist Spiritualität?

ZOYA und die Spiritualität • Teil 2 / 4
by Anna
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Inhaltsverzeichnis

Bist du spirituell?

Räucherstäbchen, Mantras singen, Religion,  Tarotkarten…was ist für dich spirituell?

Was ist überhaupt Spiritualität?

Die eine Antwort gibt es nicht, klar. Spiritualität ist persönliches Erleben – und das bleibt einzigartig. Das bedeutet: sobald du dich als spirituell erlebst, bist du es auch! Wie das für dich genau aussieht, weißt du selbst am besten.

Und das war’s? Nein…weil wir uns dann doch ganz schön ähnlich sind. Das heißt: so individuell unsere Erfahrung auch sein mag, unser Erleben gleicht sich. Das bedeutet, es gibt einige Merkmale, die spirituelles Erleben auszeichnen! Neugierig?

Was ist Spiritualität?

Besonders diese drei Aspekte haben spirituelle Erlebnisse oft an sich (s. Quelle 1.):

  1. sie beinhalten eine tiefe Lebenserkenntnis und
  2. sie sind transpersonal bzw. transzendent, d. h. sie überschreiten unser gewöhnliches, bewusstes Wahrnehmen und
  3. sie sind mit Worten nicht beschreibbar.

Als Beispiel nehme ich mal mich selbst: Ich empfinde Spiritualität als etwas, das über mich als Person hinausgeht und mich Verbindung erleben lässt (2.). Mit anderen Menschen und mir selbst – genauso wie mit der Krähe im Park, dem Himbeerstrauch, dem Rauschen des Regens, meiner Teetasse oder den Wolken.

Spiritualität – Frau sitzt auf Brücke im Grünen vor großer Pfütze

Das lässt mich innerlich klar sein und sorgsamer auf das Leben achten. Sowohl mein eigenes, als auch das aller anderen Lebewesen. Denn ich spüre, dass ich auf einer tiefen Ebene eins mit allem bin – genauso wie alles eins mit mir ist (1.).

Das klingt vielleicht seltsam und so richtig kann ich es auch nicht erklären. Und das ist ganz gewöhnlich, denn Worte sind stets nur die Annäherung einer Beschreibung...(3.).

Übrigens: Allgemein entspricht meine Spiritualität einem mystischen Verständnis jenseits von Religion. Das ist eine Basis meiner Arbeit.

Lass uns genauer hinsehen, was diese drei Merkmale spirituellen Erlebens ausmacht:

Spirituelle Erfahrungen – individuell und doch so ähnlich

Spürbare Erkenntnisse über das Leben

Spiritualität durchdringt dich. Sie umfasst dich in allem – in deinem Körper, deinen Gedanken und Emotionen. Und viel mehr noch, sie geht über dein bis dahin gewöhnliches Bewusstsein hinaus.

Du begreifst Verbindung ganz direkt und unmittelbar. Besonders üblich ist die Erkenntnis, dass alles eins ist. Es ist als könntest du durch alles hindurch auf den tiefsten Grund des Seins blicken – der du zugleich selbst bist. Oder um es mit Rumi zu sagen (s. Quelle 2.):

Wie eine Woge kommt mein Körper an und geht.
Schau ganz genau hin:
eine Million Wellen, eine See.

Die Rahmenbedingungen können ganz unterschiedlich sein: vom singen alleine bei dir zu Hause bis hin zum schamanischen Gruppenritual im Wald.

Aber solche Rituale brauchst du für spirituelle Erfahrungen nicht unbedingt. Sie können auch (spontan) auftreten, wenn du U-Bahn fährst oder mit einem*r Freund*in im Café sitzt.

Spiritualität – Türkise Wellen und Gischt

Transzendenz – das Überschreiten von Grenzen

Mit spirituellem Erleben überschreitest du innere Grenzen. Andere Menschen, die Umgebung, Phänomene, die du nicht erklären kannst und die Welt als Ganzes werden dir zugänglich.

Es ist etwas jenseits der gewöhnlichen Wahrnehmung und durch eine Art „rationalen Verstand“ nicht erfassbar. Du durchschreitest als ganzes Wesen ein Tor, vor dem deine Gedanken und Wahrnehmung sonst gewöhnlich stehen bleiben: das Tor von Dualität zu Nicht-Dualität.

Das kommt in so extremen Situationen wie Nahtoderfahrungen vor. Es geht aber auch viel alltäglicher: eines Tages begegnest du deiner verhassten Nachbarin und „siehst“ sie in der Tiefe ihres Wesen, als eins mit dir selbst. Selbst wenn dir ihr Verhalten immer noch auf den Keks geht, deine Art ihr innerlich – und oft auch äußerlich – zu begegnen, ändert sich grundlegend!

Allgemein fällt es besonders leicht:

  • Verbindung und Zugehörigkeit zu spüren,
  • dich mit etwas „Höherem“ oder „Tieferen“ in Kontakt zu sein bzw. dich davon durchdrungen zu fühlen und
  • innerlichen Halt oder auch Führung zu empfinden.

Empfindungen jenseits von Worten

Wie schon bemerkt: Spiritualität lässt sich mit Worten nicht greifen, das ist ihr Wesen. Du kannst nur andeuten, um was es dir geht.

Dafür kannst du sie konkret und sinnlich erfahren. Manchmal in ekstatischen Zuständen mit starken körperlichen Empfindungen: z. B. fängt dein ganzer Köper an zu kribbeln. Oder die Wahrnehmung verändert sich eher subtil, z. B. durch innere Ruhe, Weite und ein geöffnetes, vertieftes Bewusstsein im Alltag.

Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen spielt in spirituellem Erleben für mich der Körper eine zentrale Rolle. Mehr noch: er ist die Voraussetzung um lebendige, somatische Spiritualität zu erleben.

Spirituelle Zustände dauern unterschiedlich lange an und tauchen meistens immer wieder auf. Manchmal für einen kurzen Moment, manchmal für Jahre.

Spiritualität – Alter, verzweigter Baum mit buntem Herbstlaub auf grüner Wiese

Hast du selbst spirituelle Erfahrungen?

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du spirituelle  Erlebnisse hast, oder nicht: beobachte dich! Sobald du eine tiefe spirituelle Erfahrung machst, weißt du es auch. Dann erübrigt sich die Frage.

Dennoch gibt es schon in unserem Alltag gewöhnlich „spirituelle Spuren“. Also bestimmte Momente oder Zustände, die einen Hauch eines spirituellen Erlebens nach den obigen Merkmalen in sich tragen.

Deine eigene Spiritualität erkennen

Dafür kannst du dir folgende Fragen stellen:

  1. Durchbricht dieses Erleben deine gewöhnliche Wahrnehmung und dein Weltbild? Erkennst du etwas auf eine besondere, andere Art?
  2. Empfindest du dein Erleben als etwas, dass über die Grenzen deines gewöhnlichen Verständnisses von dir und der Welt hinausgeht? Spürst du eine starke, tiefe Verbindung zum Leben?
  3. Ist es schwierig das Erleben in Worte zu fassen, weil du feststellst, das Worte nie ganz an das Erlebte herankommen?

Wenn du Lust hast, experimentiere ein bisschen damit.

Unterschiede zwischen spirituellem und pseudo-spirituellem Erleben

Es gibt übrigens auch Erfahrungen, die zunächst in diesem Sinne spirituell wirken – aber doch eher aus Verzweiflung und Angst bestehen. Sie stellen sich später gewissermaßen als Irrtum heraus. Dabei geht es oft um ein Erleben, dass mehr Trennung als Verbindung mit der Welt, dem Leben bzw. dir selbst produziert.

Ob eine Erfahrung spirituell haltbar ist, findest du mit der Zeit heraus. Du wirst ein Gefühl dafür bekommen. Und natürlich kommt es bei so einer Beurteilung immer auf deine Definition an! Ich halte stets nach einer ganz bestimmte tiefen, starken, gelassenen Art von verbundener Energie Ausschau.

Falls du dir Begleitung auf deinem spirituellen Weg wünscht, buche gerne einen Termin mit mir!

Was ist für dich Spiritualität? Ich freue mich, von deinen Erfahrungen in den Kommentaren zu lesen!

Quellen

  1. Hänsel, Markus: Die spirituelle Dimension als sinnstiftender Möglichkeitsraum im Coaching, 2012.
  2. Rumi: Das Lied der Liebe, 2005.

Weiter geht es mit...

Warum Spiritualität im Coaching wichtig ist, liest du in Teil 1 dieser Serie. In Teil 3 geht es darum, wie du deine Spiritualität befreist. In Teil 4 erfährst du, wie spirituelle Erfahrungen dich unterstützen können.

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Deine Anna